Schüleraustausch nach Slupsk

Bereits zum fünften Mal war eine Schülergruppe vom Gymnasium Walsrode zu Besuch in Slupsk in Polen.  Nach dem Besuch der polnischen Schülerinnen und Schüler in Walsrode im April, war dies der Gegenbesuch des diesjährigen Austausches. Melina vom Gymnasium Walsrode und Daria vom Gimnazjum im. Orła Białeg in Slupsk haben über den gesamten Austausch einen Bericht verfasst. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich. Am Ende kann man an den Bildern und dem Film deutlich erkennen, dass der Austausch offensichtlich auch viel Spaß gemacht hat.

Austausch Polen – Deutschland
Auch wenn Polen unser Nachbar ist, ist es doch erstaunlich wie wenig wir über das Land und die Menschen wissen. Ein Schüleraustausch hilft, die andere Kultur kennenzulernen und auch Vorurteile abzubauen.

Unsere Schule, das Gymnasium Walsrode und das Gimnazjum im. Orła Białego z oddziałami integracyjnymi w Słupsku haben vor 5 Jahren begonnen ein Austauschprogramm ins Leben zu rufen.

Doch lohnt sich auch das Risiko, welches mit einem Austausch verbunden ist, eine fremde Person, aus einem fremden Land für zehn Tage aufzunehmen, ohne die Kultur, die Gewohnheiten und den Charakter derjenigen Person zu kennen? Ja! Ein Austausch lohnt sich absolut! Und nicht nur für die Schüler, auch für die Lehrer lohnt sich dieser Austausch. „ Es ist eine einzigartige Erfahrung, da wir Lehrer privat untergebracht werden und nicht in einem Hotel schlafen. Dadurch können wir die Kultur, das Essen und den Alltag der polnischen Familien besser kennenlernen.“ So beschreibt Herr Henning seine erste Erfahrung als begleitender Lehrer in Polen. Herr Eichert, der dieses Jahr zum zweiten Mal an dem Austausch teilgenommen hat, sagte, „dass bisher immer eine Gemeinschaft entstanden ist, auch wenn es kleine Streitereien gab. Außerdem sind die Polen sehr an der Deutschen Sprache und Kultur interessiert und sehr gastfreundlich.“

Diese Gemeinschaft ist bei uns sehr deutlich geworden, da wir uns fast alle nach dem Programm noch getroffen haben. „Wir haben uns sowohl in Deutschland, als auch in Polen immer getroffen und viel zusammen gelacht. Die einzige Zeit, die wir Schüler getrennt verbracht haben war in der Nacht., wenn wir geschlafen haben.“ So beschreibt Alina Meyer ihre Erfahrungen mit dem Austausch. „Am Anfang war ich aufgeregt, weil ich meine Austauschschülerin nicht kannte. Doch nach ein paar Tagen war es schon so, als würde sie schon seit Jahren dazugehören. Und für uns war es im Rücktausch auch einfacher, weil wir uns schon kannten.“ Die meisten Schüler, die am Austausch beteiligt waren haben ihre Erfahrungen ähnlich geschildert. Das von den Lehrern geplante Programm war sehr abwechslungsreich und hat unsere Gemeinschaft bestärkt.

Denn auch wenn man denkt, dass man nichts gemeinsam hat, verbindet die Geschichte einen doch mehr als man erwartet. Im Laufe des zweiten Weltkrieges wurden viele Polen in das Gefangenenlager Oerbke und in das KZ – Bergen-Belsen verschleppt und hingerichtet. Wir sind im Rahmen unseres Programms den „Weg des Erinnerns“ gegangen und haben das Gefangenenlager Oerbke und das KZ – Bergen-Belsen besichtigt. Dies hat uns gelehrt, dass wir uns mehr für die andere Kultur interessieren sollten, weil wir vor knapp 70 Jahren unserem Nachbarn groß geschadet haben und nun sollten wir dafür sorgen, dass gegenseitige Vorurteile abgebaut werden.

Frau Rach, die gemeinsam mit Frau Schmuck den Austausch ins Leben gerufen hat, hat festgestellt, dass eigentlich nur die Sprache anders ist und sie wünscht sich, dass der Austausch noch lange bestehen bleibt. Alles in allem lohnt sich ein Austausch absolut und ich hoffe für die kommenden Schüler, dass sie eine ebenso schöne Zeit in einem Austausch verbringen, wie ich es durfte. 

Melina Doering und Daria Błaszczyk

Und hier ein paar Eindrücke vom diesjährigen Besuch in Slupsk:

Der Link zum Film (bitte klicken)


 

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