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Das Gymnasium Walsrode hatte sich für den Landesentscheid im Bundeswettbewerb der Schulen „Jugend trainiert für Olympia“ in der Sportart Schwimmen mit je einer männlichen und einer weiblichen Mannschaft qualifiziert. Beide Teams hatten die Bezirksausscheidung deutlich für sich entschieden und starteten nun als Vertreter des Schulbezirks Lüneburg vergangene Woche in der Wertungsklasse II (Jahrgänge 1995-1998) im Landesleistungszentrum Hannover. Bei den Mädchen stellte sich früh im Wettkampfverlauf heraus, dass die Walsroderinnen ein gehöriges Wort um den Gesamtsieg mitsprechen sollten.

Dorthe Kuhlmann sorgte für den ersten Sieg über 50 Meter Rücken (0:34,91), dann erzielten Beeke Vullriede (0:29,77) und Jana Ehlers (0:37,72) weitere Bestzeiten über 50 Meter Freistil und Brust. Als auch noch die 4x50 Meter-Lagenstaffel in sagenhaften 2:15,23 Minuten mehr als zehn Sekunden vor der Konkurrenz anschlug, war klar, dass der Landesmeistertitel unter Dach und Fach war. Bei den Jungen entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen den Gymnasien Walsrode und Peine. Freistilspezialist Heinrich Böse überzeugte im Einzel- und Staffelrennen mit Zeiten um die 28 Sekunden und auch Sebastian Gehrke setzte mit 0:30,42 über 50 Meter Schmetterling klare Akzente. Letztendlich musste die Entscheidung in der abschließenden 8x50 Meter-Freistilstaffel fallen, in der sich die Gegner aus Peine leider als stärker erwiesen. Trotzdem konnten die insgesamt elf Jungen der Vogelparkstadt mit ihrem gewonnenen Vize-Landestitel vollauf zufrieden sein.

Zum Sieg der Mädchen muss hinzugefügt werden, dass es ein historischer Erfolg war, denn dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung aller Teilnehmerinnen konnte das Gymnasium Walsrode seit fast 20 Jahren, in denen es immer nur zu zweiten und dritten Plätzen gereicht hatte, wieder den Landesmeistertitel erringen. Interessanterweise schwamm damals, im Jahr 1993, mit Matthias Michaelsen im Becken einer, der heute als betreuender Lehrer am Rand steht und mit seiner Mannschaft dann beim Bundesfinale in Berlin starten durfte. Der Wehrmutstropfen für die siegreichen Mädchen von heute: Die Wettkämpfe auf deutschlandweiter Ebene wurden für gerade diese Wettkampfklasse vor einigen Jahren aus Kostengründen abgeschafft.