Besuch aus Rumänien

Vom 8.-28. November hatten wir am Gymnasium Walsrode Besuch von Florin Bucilă aus Rumänien, der im Rahmen des Hospitationsprogrammes des Pädagogischen Austauschdienstes an den Berufsbildenden Schulen Walsrode und am Gymnasium Walsrode hospitiert hat. Hier berichtet er über seine Erfahrungen und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Unterricht in Rumänien und Deutschland.

Mein Name ist Florin Bucilă und ich bin seit elf Jahren Geographie-Lehrer am George-Coşbuc-Gymnasium Cluj-Napoca/Klausenburg, Rumänien. Unsere Schule hat eine deutsche Abteilung (zwei bis vier Klassen pro Jahrgang), das heißt, dass alle Fächer in deutscher Sprache unterrichtet werden.

Es war für mich spannend diese beiden Schulen in Walsrode zu besuchen, Kollegen und Schüler kennenzulernen. Die Kollegen waren sehr freundlich und hilfsbereit und ich habe bei Ihnen das Engagement und gleichzeitig die Entspannung, mit der Sie die Stunden halten, bewundert. Als Lehrer freute mich, dass die Schüler meistens sehr gut mitgemacht haben und die Stimmung während des Unterrichts sehr gut war.

Und natürlich habe ich auch einige Aspekte mit denen aus meiner Schule verglichen. Vor allem das System der Doppelstunden fand ich großartig. Es führt, meiner Meinung nach, zu weniger Hektik und mehr Konzentration. In unserer Schule gibt es nur das System der Einzelstunden. Ich fand auch interessant, dass in Deutschland die Lehrer mehrere Fächer unterrichten. Das passiert bei uns selten und wenn, dann nur Fächer aus verwandter Disziplinen (z.B. Fremdsprachen oder Chemie-Physik). Eine Ähnlichkeit mit meiner Schule: ab der 7. Klasse gibt es keine eigenen Klassenzimmer, sondern die Klasse „wandert“ von einem Fachraum zum anderen.

Diese drei Wochen, die ich in Walsrode verbracht habe, waren eine tolle Erfahrung. Ich habe zwei gute Schulen besucht, nette Menschen kennengelernt und die Region besucht. Ich habe viel meinen Schüler zu erzählen. Ich kann mich vorstellen, dass ich irgendwann wieder, mit einer Schülergruppe, wieder nach Walsrode komme.

Drucken